Wie waere es eigentlich ein Web 2.0 Portal fuer Flamewars zu eroeffnen? Sowas wie Gruppe A vs. Gruppe B. Ein Flamewar der gefuehrt wird durch moeglichst stichhaltige und fundierte Argumente. Die Community bewertet diese. Die Gruppe mit den besseren (=besser bewerteten) Argumenten bekommt mehr Punkte und geht in Fuehrung.
Hoert sich doch zumindest interessant an, oder? ![]()
Sorry aber ein anderer Titel ist mir grade nicht eingefallen.
Mir fällt es immer wieder auf, dass Blogs, die ich früher gerne gelesen habe, mittlerweile nur noch die selbe Leier abspielen. Ich halte es nicht für angebracht die Leute, die diese Blogs führen, direkt zu anzusprechen oder zu verlinken. Wozu auch? Ist doch besser wenn jeder ein Bisschen darüber nachdenkt was er so von sich gibt.
Scheinbar ist es nun trendy alles zu kritisieren was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Das beruhigt, und bringt einem im Zweifelsfall ein paar neue Leser. Es wird kritisiert was das Zeug hält: Medienunternehmen, Zeitschriften, Parteien, Blogs und Onlineangebote und auch freie Software: Alles ist durchweg Scheiße. Alles ist doof und früher war ja eh alles besser und sowieso geht schlichtweg alles in die falsche Richtung. Und um diese Einstellung weiter zu untermalen wird pauschalisiert, polemisiert und behauptet ohne auch nur ansatzweise konstruktiv sein zu wollen.
Für einen halbwegs aufgeklärten Menschen ist es klar: In Zeiten von Schaeuble und dessen Schreckensliste, immer weiterer Einschränkungen der Privatsphäre und immer weniger persönlicher Freiheiten fällt es nicht schwer Zündstoff zu finden. Es gibt wirklich viel es was man als Scheiße einstufen könnte. Diese Dinge kann und sollte man auch kritisieren. Kritik an sich ist auch gut und notwendig, wenn sie dazu dient die Gesamtsituation zu verbessern. Wenn es sich um konstruktive und nicht um destruktive Kritik handelt. Leider handelt es sich meistens um die zweite Version.
Auch gibt es gewisse Änderungen oder Richtungen in Sachen freier Software, die ich nicht unbedingt toll finde. Aber muss ich mir darum immer und immer wieder darüber das Maul zerreißen? Ist es nicht effektiver einmal konstruktiv zu kritisieren oder die Leute zu informieren als sich nur dauernd zu wiederholen? Sollte man nicht eher handeln als nur zu motzen?
Vor allem in Sachen freier Software kann ich so etwas nicht nachvollziehen. Wenn euch $software nicht gefällt, wieso schafft ihr dazu keine Alternative? Es steht euch frei den Sourcecode zu nehmen, das Projekt zu forken und nach den eigenen Vorstellungen zu ändern. Oder man schafft gleich eine komplett selbst geschriebene Alternative. Einfach mal angenommen man würde die Zeit, die zum Lästern über freie Softwareprojekte genutzt wird, produktiv nutzen um die Software besser zu machen. Wäre das dann nicht um ein Vielfaches effektiver als diese Software dauernd schlecht zu machen? Wenn man aufgrund mangelnder Kenntnisse nicht dazu in der Lage ist, wieso nutzt man die Software dann und sucht sich nichts anderes?
Irgendwie verbreitet sich hier Stammtischatmosphäre. Es wird vor allem eins gemacht: Motzen, motzen, motzen! Oft wiederholt man sich dabei. Ich sehe vor meinem inneren Auge ein paar bloggende Gestalten an einem Runden Tisch in einem rauchgeschwägerten Raum, die gegenseitig ihre Feedreader abgrasen. Immer auf der Suche nach einem neuen Ziel. Ein Projekt, das einem gegen den Strich geht, andere Blogger die einem nicht passen oder einen Artikel in $zeitung, den man standesgemäß zerreißen kann um danach $zeitung als dreckiges Blatt das man nicht lesen will hinzustellen. Natürlich kritisiert man direkt und unverblümt. Und natürlich verlinkt man auch auf die Sachen die einem nicht passen. Ist ja egal, dass es so sein könnte, dass $böserblogger so noch ein paar Leser mehr bekommen könnte. Hätte man ihn einfach ignoriert und aus dem Reader gekickt, wäre es wohl effektiver gewesen.
Alles in allem bin ich tierisch gelangweilt. Gelangweilt von vielen oft trivialen und unwichtigen Themen, die immer wieder ausgegraben werden. Gelangweilt von reißerischen Überschriften, die nur Diskussionen in den Kommentaren ansticheln sollen. Gelangweilt von fehlender Substanz.
Nun bin ich auch mal dran mit motzen, denn ich motze auch gerne mal ab und zu. Das klingt paradox, ist aber so. Ich bin auch nur ein Mensch. Darum fliegen genau diese Blogs aus meinem Feedreader. Ich hoffe mal, dass ich dann auch in Zukunft nichts mehr von ihnen hören muss.
Ich frage mich allerdings wirklich, ob sich im letzten Jahr einfach meine Wahrnehmung völlig geändert hat oder ob die Betreffenden einfach nur gemerkt haben, dass Streitthemen Leser anziehen. Da ich ersteres selbst nicht bewerten kann und mir der zweite Punkt egal ist, lass ich es auf sich beruhen.
Anmerkung: Dieser Artikel wurde am 15.08.2009 nochmals überholt. Darum haben sich neben der Formatierung auch einige Formulierungen geändert.
Microsoft. We all know them. A lot of us hate them. We can all give reasons, of course; some technical, some philosophical, some economic, some moral, some just plain emotional.
Of course, it's a difficult case. Too many people just get stuck on "Yes, but they're making money", and stop listening at that point. Other people don't even get that far, and stay with "They're popular", or even the dreaded "They made it possible for anybody to use a computer", or other catchphrases which tend to just derail real arguments. And it's not because they're valid points, it's because they're practically impossible to address; they're perfectly valid points, but in a totally different context than the one the arguments are in.
Den kompletten Text gibt es hier. Der Link haengt schon eine ganze Weile in meinen Bookmarks aber ich habe ihn bis her noch nicht hier gepostet, oder?
Passend dazu dieser Text, den ich schonmal verlinkt habe.
Beides sind Texte, die "normalen" Leuten versuchen die Denkweisen der *nix-User zu erklaeren.


